Jeder Tag ist voller Energie

Neue Geräte, weniger Kosten - Energiesparen beginnt schon beim Einkauf

Wenn Sie die Anschaffung von Neugeräten planen, sollten Sie bedenken, dass die Kosten für Energieverbrauch einen nicht unerheblichen Teil der Gesamtkosten ausmachen.

Achten Sie beim Neukauf deshalb auf den Stromverbrauch der einzelnen Geräte. Die Verbrauchswerte von effizienten Geräten liegen oft deutlich unter denen von herkömmlichen Geräten.

Anforderungen prüfen

Je nach Gerätetyp können die Anforderungen an den Verbrauch im Normalbetrieb und im Stand-by sehr unterschiedlich sein:

  • Bei Geräten, die permanent verfügbar sein müssen, aber relativ wenig Zeit „wirklich“ in Betrieb sind (wie z. B. Drucker), ist ein niedriger Stand-by-Verbrauch wichtig.
  • Geräte, die permanent laufen (wie z. B. Computer oder Monitore), sollten nach niedrigem Verbrauch im „Arbeitsmodus“ ausgewählt werden.
Entscheidungshilfe

Oftmals ist ein Gerät mit geringerer Leistung und damit kleinerem Energieverbrauch vollkommen ausreichend. Achten Sie auf Geräte, die z. B. im Stand-by-Betrieb nur wenig Leistung beanspruchen. Sie sind häufig mit Umwelt- und Energiesparzeichen ausgezeichnet.

Vergleich

Durchschnittlicher Stromverbrauch gängiger Elektrogeräte in kWh/Jahr auf einen Blick:

GerätNormalbetriebStand-by
Computer 92 28
LCD-Monitor 43 12
Röhren-Monitor 123 23
Laserdrucker 53 118
Tintenstrahldrucker 3 29
Kopierer 176 209
Notebook 36 12
Scanner 2 51

Quelle: Fraunhofer ISI, Karlsruhe, April 2005

 

Energie-Knigge für Mitarbeiter

Energiesparen beginnt bereits bei kleinen Maßnahmen, die jeder Mitarbeiter an seinem Arbeitsplatz berücksichtigen kann. Drucker, PC, Leuchten – die meisten Geräte sind im Büro den ganzen Tag über in Betrieb. Egal, ob der Kollege länger in einer Besprechung oder in der Mittagspause ist, Dabei lohnt sich das komplette Abschalten. Pro Arbeitsplatz können Sie so bis zu 70 € im Jahr einsparen. Denn selbst der Stand-by-Modus verschlingt immer noch eine Menge Strom.

Wie kann also jeder Einzelne beim Energiesparen mitmachen?

Beleuchtung
  • Um unnötige Fremdbeleuchtung zu vermeiden, verlegen Sie Ihren Arbeitsplatz ans Fenster. Weiße Wände sorgen zusätzlich für eine stärkere Helligkeit.
  • Halten Sie Ihre Lampen sauber. Das spendet mehr Licht. Nutzen Sie entweder nur Ihre Decken- oder Tischbeleuchtung. Die gleichzeitige Nutzung beider Lichtquellen bringt oft keinen besseren Effekt und verbraucht dazu unnötig Energie.
  • Verwenden Sie am besten energiesparende Glühlampen oder Leuchtstoffröhren. Moderne Energiesparlampen bieten eine ca. fünffach höhere Lichtausbeute bei achtfach so hoher Lebensdauer gegenüber einer herkömmlichen Glühlampe. Experten errechnen eine Kosteneinsparung von rund 35 Euro bei der Nutzung einer 60-Watt-Energiesparlampe.
  • Halogenlampen sind keine Energiesparlampen. Sollten Sie diese aber dennoch einsetzen wollen, achten Sie darauf, dass der Trafo ausgeschaltet wird. Ansonsten entsteht durch den Stand-by-Betrieb unnötiger Energiefluss.
  • Vermeiden Sie häufiges An- und Ausschalten der Beleuchtung an zentralen Orten, da dies die Lebensdauer der Lampen verringert. In Teeküchen, Toiletten oder dem Kopierraum kann das Ausschalten der Beleuchtung jedoch sehr viel Strom sparen.
Klimatisierung
  • Optimale Arbeitsbedingungen in Büroräumen herrschen bei Temperaturen zwischen 20 und 22 °C und einer Luftfeuchtigkeit zwischen 50 und 65 %. Wenn Sie Ihr Büro im Sommer klimatisieren, achten Sie darauf, dass die Fenster und Türen geschlossen sind. Beim Beheizen im Winter gilt natürlich dasselbe. Zur Belüftung bietet sich aus energiewirtschaftlicher Sicht die sogenannte „Schocklüftung“ - das kurzzeitige Öffnen aller Fenster bei abgeschalteter Heizung - an.
  • Prüfen Sie, ob die Heizkörper ggf. zugestellt sind. Dicke Vorhänge, Heizkörperverkleidungen oder Möbel verhindern eine gleichmäßige Wärmeverteilung im Raum und lassen den Energieverbrauch steigen.
  • Halten Sie Heizkörper staubfrei. Staub auf Heizkörpern vermindert die Wärmeabgabe und reduziert somit die Effizienz
  • Stellen Sie für die Wartung der Lüfter die Nutzungszeiten und Nutzungsweisen der Räume zusammen. Ein Klimatechniker kann daraus die Anlage für den tatsächlichen Bedarf anpassen.
  • Lassen Sie Außentüren durch automatische Türschließer zufallen. Insbesondere in Unternehmen mit hohem Publikumsverkehr wird somit Energie gespart.
Technische Geräte

PCs, Kopierer, Faxgeräte, Drucker, etc.

  • Setzen Sie schaltbare Mehrfach- oder Funksteckdosen ein, um Kosten für Stand-by-Zeiten zu sparen.
  • Ist ein Notebook-Netzteil an die Steckdose angeschlossen, kostet Sie das bis zu 10 € im Jahr, ohne dass das Notebook überhaupt eingeschaltet ist. Deshalb entweder den Stecker ziehen oder eine Steckdosenleiste mit Aus-Schalter verwenden
  • Wussten Sie, dass der Stromverbrauch bei einem 17-Zoll-Monitor im Betrieb bei rund 90 Watt liegt? Das sind etwa 70 % der gesamten Leistungsaufnahme des Rechners. Besondere Energiefresser sind beispielsweise bunte, animierte Bildschirmschoner. Schalten Sie Ihren Schoner auf ein schlichtes, schwarzes Modell um. Das reduziert den Monitor-Energieverbrauch um bis zu 15 %.
  • Trotz höherer Anschaffungskosten, dafür aber einer längeren Lebenserwartung rechnet sich der Einsatz moderner Flachbildschirme auch energiewirtschaftlich: Neben der augenfreundlicheren Technik liegt der Stromverbrauch im Vergleich mit herkömmlichen Röhrenmonitoren bei unter 50 %.
  • Setzen Sie auch bei Druckern, Kopierern und sonstigen Bürogeräten ausschaltbare Steckdosen oder Zeitschaltuhren ein. Ein Kopierer, der zwar ausgeschaltet, aber nicht vom Netz genommen ist, verbraucht immer noch zwischen 30 und 200 Watt Strom. Hat Ihr Kopierer eine Stromspartaste, drücken Sie diese, das spart bis zu 15 % Strom.
  • Nutzen Sie energiesparende Zusatzgeräte: Für Kopierer aber auch andere Bürogeräte werden beispielsweise selbstlernende Zusatzgeräte angeboten, die Abschaltzeiten automatisch an Nutzungszeiten anpassen. Ihre Investitionskosten amortisieren sich in der Regel bereits binnen eines Jahres.
  • Nutzen Sie möglichst oft die Verkleinerungsfunktion von A3 auf A4 an Kopierern: Sie sparen nicht nur 50% Papier, sondern ebenso viel Strom.
  • Prüfen Sie, ob eine Bereitschaft von Faxgeräten am Wochenende und nachts für Ihr Unternehmen wirklich wichtig ist. Wenn nicht, nehmen Sie das Gerät vom Netz.
  • Bei Diktiergeräten mit integriertem Trafo sollten Sie nach der Nutzung das Gerät aus der Steckdose ziehen. Nur so wird kein Strom mehr über den Trafo verbraucht.