Staatliche Abgaben und Netzentgelte steigen

Die ODR gibt die günstige Beschaffungssituation an der Strombörse zum 1. Januar 2016 an
ihre Kunden weiter. Damit profitiert eine Mehrzahl der ODR-Kunden vor allem von den niedrigeren Großhandelspreisen. Dies reicht jedoch häufig nicht aus, um die gestiegenen staatlichen Abgaben
und Umlagen sowie den Druck auf die regulierten Netzentgelte vollständig zu kompensieren.

Die staatlichen Abgaben und Umlagen steigen um rund 0,600 Cent/kWh auf ein neues Rekordniveau,
z. B. erhöht sich die EEG-Umlage in 2016 um 0,184 Cent/kWh, der KWK-Aufschlag voraussichtlich um
0,191 Cent/kWh. Der steigende Preisdruck bei den regulierten Netzentgelten bleibt auch in 2016 aufgrund
des erforderlichen Aus- und Umbaus der Netzinfrastruktur bestehen. Diese wirken sich für die meisten Kunden durch eine Erhöhung des Grundpreises aus.

In der klassischen Grundversorgung für Haushalte sinken die ODR-Verbrauchspreise zum Beispiel von
27,04 Cent/kWh brutto auf 26,92 Cent/kWh brutto, gleichzeitig steigt der Grundpreis um 1,75 Euro/Monat brutto. Das entspricht bei einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt (3.500 kWh/Jahr) einem Mehrbetrag von rund 16,80 Euro brutto pro Jahr und kommt einer Steigerung um 1,6 Prozent gleich.

Im Bereich der Wärmestrom-Anwendungen wie Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen werden die Tarife geringfügig angepasst. Diese sind im Verhältnis zum klassischen Haushaltstarif nach wie vor außerordentlich günstig.

Aufgrund der Komplexität wirkt sich die veränderte Kostensituation je nach Tarif und Verbrauch unterschiedlich auf den Endkunden aus. Betroffene Kunden werden von der ODR schriftlich informiert.