Der Windpark Rot am See – ein Gemeinschaftsprojekt von EnBW und ODR – geht in die Realisierungsphase. Am Montag, 14. März, beginnen die ersten Arbeiten zur Errichtung von drei Windrädern zwischen Buch und Hausen am Bach. Der Standort des Windparks wird im Westen von der Landesstraße L 1040 begrenzt und im Osten, auf Höhe der Nachbargemeinde Insingen, von der bayrischen Landesgrenze.

So sieht der grobe Bauablauf aus, der in Abhängigkeit von den Wetterbedingungen noch Änderungen erfahren kann: Als Erstes werden ab der kommenden Woche die Standflächen für die Baukräne vorbereitet. Damit diese einen sicheren Stand haben, tragen Bagger an den Kranstandorten den Erdboden ab und ersetzen ihn durch Schotterflächen. Nach Abschluß des Bauprojekts werden die Flächen zum Teil wieder in ihren ursprünglichen Zustand versetzt. Im Zuge der Erdarbeiten werden außerdem die Gruben für die Gründung der Windräder ausgehoben und anschließend die Betonfundamente gegossen, die bis Ende Juni ausgehärtet sein sollten. Im nächsten Schritt wird der Feldweg zur Baustelle an einigen Stellen – insbesondere in Kurven – verbreitert, damit die Anlieferung der Anlagenteile, wie Mastsegmente und Rotorblätter, reibungslos erfolgen kann. Parallel dazu sollen zwischen Ende Juni und Ende Juli die Kabelbauarbeiten für den Anschluss an das Umspannwerk Rothenburg ob der Tauber stattfinden. Die Montage der Türme und der Windenergieanlagen steht für August auf dem Plan. Die Projektpartner sind zuversichtlich, dass der Windpark im Laufe des Herbstes in Betrieb genommen werden kann.

Die Zufahrt zu der Baustelle erfolgt über die L 1040, weshalb dort für die Dauer der Bauarbeiten die zulässige Höchtgeschwindigkeit abgesenkt werden muss. EnBW und ODR bitten für die Beeinträchigungen im Straßenverkehr um Verständnis.

 

Hintergrundinformation

EnBW und ODR errichten in Hausen am Bach insgesamt drei Windräder – für eine der drei Windenergieanlagen hatten die Partner zuvor die Projektrechte von der juwi-Gruppe erworben.

Es handelt sich dabei um Anlagen des Typs Vestas V 126 mit einer Leistung von je 3,3 Megawatt (MW) und einem Rotordurchmesser von 126 Metern. Der Anlagentyp hat eine Nabenhöhe von 137 Metern. Dieser Typ von Windkraftanlagen ist aufgrund der hohen Nabenhöhe und des großen Rotordurchmessers speziell für Binnenstandorte geeignet. Die Anlage läuft bei einer Windgeschwindigkeit von drei Metern pro Sekunde an. Das sind knapp 40 km/h oder Windstärke 6 auf der Beaufort Skala.