Die ODR gibt die günstige Beschaffungssituation an der Strombörse zum 1. Januar 2017 an ihre
Kunden weiter. Damit profitiert die Mehrzahl der ODR-Kunden vor allem von den niedrigeren Großhandels-preisen. Dies reicht jedoch nicht immer aus, um die gestiegenen staatlichen Abgaben
und Umlagen sowie den Druck auf die regulierten Netzentgelte vollständig zu kompensieren.

Die staatlichen Abgaben und Umlagen steigen um rund 0,467 Cent/kWh netto auf ein neues Rekordniveau, zum Beispiel erhöht sich die EEG-Umlage in 2017 um 0,526 Cent/kWh netto.
Der steigende Preisdruck bei den regulierten Netzentgelten bleibt auch in 2017 aufgrund des
erforderlichen Aus- und Umbaus der Netzinfrastruktur bestehen und wirkt sich auf den Grundpreis aus.

In der klassischen Grundversorgung für Haushalte sinken die ODR-Verbrauchspreise zum Beispiel von
26,92 Cent/kWh brutto auf 26,08 Cent/kWh brutto, gleichzeitig steigt der Grundpreis um 1,19 Euro/Monat brutto. Das entspricht bei einem durchschnittlichen Drei-Personen-Haushalt (3.500 kWh/Jahr) einer Preissenkung von rund 15 Euro brutto pro Jahr.

Im Bereich der Wärmestrom-Anwendungen wie Nachtspeicherheizungen oder Wärmepumpen werden die Tarife geringfügig angepasst. Diese sind im Verhältnis zum klassischen Haushaltstarif nach wie vor außerordentlich günstig.

Aufgrund der Komplexität wirkt sich die veränderte Kostensituation je nach Tarif und Verbrauch unterschiedlich auf den Endkunden aus. Betroffene Kunden werden von der ODR schriftlich informiert.