Kressberg KonzessionBei der Vertragsunterzeichnung (v.l.): Annemarie Mürter-Mayer, Leiterin Finanzverwaltung Gemeinde Kreßberg, Bürgermeister Robert Fischer, Hartmut Reck, Leiter Technik und kommunale Beziehungen (ODR), und Volker Maier, Leiter Netzservice bei der ODR. Annemarie Mürter-Mayer, Leiterin Finanzverwaltung Gemeinde Kreßberg, Bürgermeister Robert Fischer, Hartmut Reck, Leiter Technik und kommunale Beziehungen (ODR), und Volker Maier, Leiter Netzservice bei der ODR.

Einstimmig hat der Gemeinderat von Kreßberg am 9. Oktober 2017 die EnBW ODR AG mit der Erschließung Kreßbergs mit Erdgas beauftragt. Voraussetzung hierfür ist der Abschluss eines Konzessionsvertrags, der die Nutzung öffentlicher Verkehrswege durch die ODR zum Bau und Betrieb von Leitungen für die Gasversorgung im Gemeindegebiet Kreßberg regelt. Dieser Vertrag wurde am 10. November von Bürgermeister Robert Fischer sowie Prokurist Hartmut Reck und Volker Maier von der ODR unterzeichnet. Was die Stromversorgung angeht, pflegen die Gemeinde und die ODR bereits eine langjährige Partnerschaft. Im Zuge der Gaserschließung werden Synergien genutzt und gleich Leerrohre für den Breitbandausbau mitverlegt. Auch in Gebieten, die bereits durch andere Provider mit Internetdiensten versorgt werden, kann jeder Hausbesitzer einen LWL-Anschluss bis ins Gebäude erhalten.

Das Ausbaukonzept der ODR sieht vor, dass ab 2019 die Zuleitungen für die Gaserschließung gebaut werden. Parallel werden die jeweiligen Teilorte mit Erdgas erschlossen. Die Zuleitung kommt von Rötlein her und führt über das Gewerbegebiet Neustädtlein in Richtung Gaisbühl. Von dort geht es weiter in Richtung Schönbronn, Bergbronn, Waldtann, Wüstenau über Haselhof nach Leukershausen und Mariäkappl. Von Schönbronn nach Osten geht es in Richtung Marktlustenau. Die Bauarbeiten werden rund vier Jahre andauern, bis die Orte komplett erschlossen sind.

Vorab wird aber bereits das Neubaugebiet „Obere Schanze" in Mariäkappel erschlossen. Bei Bedarf wird dieses Gebiet vorab mit Flüssiggas betrieben, sodass die Bauherren auf alle Fälle versorgt sind. Insgesamt sollen rund 650 Häuser ans Erdgasnetz angeschlossen werden. Hierfür investiert die ODR etwa vier Millionen Euro in 26 Kilometer Leitungen. Die Gemeinde Kreßberg beteiligt sich mit einem Baukostenzuschuss in Höhe von 600.000 Euro.

"Mit der Unterzeichnung des Gaskonzessionsvertrags hat sich die Gemeinde Kreßberg für einen zukunftsorientierten Energieträger und einen starken innovativen Partner entschieden, der die Gemeinde in allen Fragen rund um die Daseinsfürsorge beratend unterstützt", so Prokurist Reck.

Neben der beträchtlichen CO2-Einsparung hinsichtlich Klimaschutz punkte die Kommune auch mit einer wichtigen Infrastrukturmaßnahme. Durch den gemeinsamen Ausbau von Erdgas mit Leerrohren für LWL-Kabel spart die Gemeinde Kosten in Höhe von ca. 1,4 Millionen Euro ein.

Als Partner der Kommunen hat es sich die ODR zur Aufgabe gemacht, die Infrastruktur im ländlichen Raum immer weiter auszubauen und sich hier einzubringen. Für Bürgermeister Robert Fischer ist „mit der Kombination aus Erdgas- und Glasfaserversorgung ein weiterer Baustein für die Zukunft von Kreßberg und die Lebensqualität der Bürger gelegt".